Die Schloßinsel

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19.08.2014 15:25
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#1
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Göttin

Vom Schloß aus führt ein kleiner Weg ans Ufer des Nymphensees hinab. Dort, wo sich Wasser und Weg begegnen, spannt sich eine eiserne Brücke über einige Meter hinweg auf eine Insel, die dem Schlosse vorgelagert ist. Hier steht ein Pavillon, der von den Bewohnern des Schlosses gern zum Müßiggang und zum Gespräch genutzt wird.


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28.12.2015 00:27
#2
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Kammerzofe Prinzessin Florabellas

Marike setzte sich in die spätnachmitägliche Sonne an das Ufer der Insel im Gras und begann, in ihrem Buche zu lesen.

(Flo)


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28.12.2015 23:56
#3
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Erotikdienstleisterin

Ursula ging es mies. Richtig mies. Nach Eusebius Besuch schmerzten ihr alle Knochen und ihre Haut über der Schläfe war aufgeplatzt. Nachdem Eusebius gegangen war, hatte sie sich das Blut aus dem Gesicht gewaschen. Ihr Spiegel hatte ihr gezeigt, wie stark Eusebius sie gewürgt hatte. Wie sie ihn hasste. So sehr ihr ihr Beruf sonst Spaß machte, auf Eusebius konnte sie gern verzichten. Wenn er nur nicht immer so gut zahlen würde. Er brachte ihr mehr ein, als sie sonst im ganzen Monat einnahm. Nicht, dass sie über mangelnde Kundschaft klagen konnte, aber so dicke hatten es die meisten nicht.

Für heute jedenfalls hatte Ursula die Nase und diverses anderes voll. Keine Männer mehr - auf hundert Schritt Abstand. Ursula hatte beschlossen, genau deswegen ihr Haus zu verlassen. Sie hätte keinen Freier mehr sehen können. So ging sie den See entlang, bis sie irgendwann an der Schloßinsel ankam.

(Flo)


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27.01.2016 16:46
#4
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Kammerzofe Prinzessin Florabellas

Marieke versuchte gerade, sich in die Stimmung eines der Gedichte hineinzuversetzen, als sie hinter sich Schritte vernahm. Als sie aufschaute, erblickte sie eine Frau, die offensichtlich nicht zum Hofe gehörte. Nun, das war an sich nichts Besonderes, war die Insel doch meist für jeden zugänglich. Besonders war allerdings, das die Fremde wohl so in Gedanken war, dass sie fast auf Marieke getreten wäre und das sie eine Verletzung an der Schläfe hatte, die zwar gut, aber nicht perfekt weggeschminkt war.

"Guten Abend!", grüßte Marike die Unbekannte.

(Flo)


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27.01.2016 18:09
#5
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Erotikdienstleisterin

Ursula schrak auf, als sie plötzlich angesprochen wurde. Noch anderthalb Schritt weiter und sie wäre über eine Frau gefallen, die vor ihr am Boden saß. Sie sollte wohl doch nicht so gedankenverloren laufen, ohne auf ihre Füße zu achten. Die Situation war ihr höchst peinlich, zumal sie sich zu erinnern glaubte, diese Frau schon einmal in Florabellas Dunstkreis gesehen zu haben. In der nächsten Ausgabe des Boten hätte dann etwas von einem Anschlag auf eine Angehörige des Hofes gestanden ... Ursula war viel zu erschrocken, um klare Worte zu finden. Alles, was sie herausbrachte, war: "Ahm ... äh ... entschuldigen ... ähhh".

(Flo)


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27.01.2016 21:13
#6
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Kammerzofe Prinzessin Florabellas

"Keine Panik, es ist doch nichts passiert!"

(Flo)


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27.01.2016 21:15
#7
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Erotikdienstleisterin

"Ähm .. ja ... ähm ..." Ursula kam sich völlig bescheuert vor. "Ich ... ähm ... entschuldigen Sie bitte ... ähm ... ich wollte ja nicht ... ähm .. stören .. ähm ... bitte ... ähm ... Ich geh' dann mal lieber!"

(Flo)


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27.01.2016 21:27
#8
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Kammerzofe Prinzessin Florabellas

"Nein nein, bleiben Sie! Ich möchte Sie nicht vertreiben. Nur ehrlichgesagt hatte ich nicht erwartet, hier um diese Uhrzeit jemanden anzutreffen. Setzen Sie sich doch zu mir. Natürlich nur, wenn Sie mögen!"

(Flo)


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28.01.2016 07:19
#9
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Erotikdienstleisterin

Mist! Mist! Mist! Ursula kam sich gerade etwas vor wie im falschen Theaterstück. Also weg! Allerdings wäre das sehr unhöflich gewesen. Außer zum Geburtstagskonzert an ihrem siebzehnten Geburtstag hatte sie noch nie mit dem Hofe zu tun gehabt. Nichtmal beruflich. Mist! Mist! Mist! ... "Danke! Ich möchte aber wirklich nicht stören." hörte Ursula sich sagen. Und sie bemerkte, dass sie sich setzte.

(Flo)


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02.02.2016 13:54
#10
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Kammerzofe Prinzessin Florabellas

"Sie stören nicht im Geringsten. Im Gegenteil, ich freue mich."

Marieke legte das Buch zur Seite und reichte Ursula lächelnd die Hand. "Ich bin Marieke."

(Flo)


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02.02.2016 14:04
#11
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Erotikdienstleisterin

Ursula ergriff die angebotene Hand.

"Und ich bin Ursula."

(Flo)


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02.02.2016 15:46
#12
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Kammerzofe Prinzessin Florabellas

Ursula? Es gab nur eine Ursula, von der sie wusste, und das war ... ähm ... also von ihr aus sollte ja jeder mit wem er wollte ... ihr konnte das ja egal sein ... sie konnte da ja eh nicht mit ... hatte ja auch nie ... aber zu müssen ... mit jedem ... Marieke stellte sich vor, sie würde den Knugge ... ein Ekel kam sie an ... und nur mühsam gelang es ihr, nicht auch so zu gucken.

(Flo)


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02.02.2016 16:01
#13
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Erotikdienstleisterin

Ursula bemerkte den Ausdruck in Mariekes Gesicht sehr wohl. Naja, was hätte sie auch anders erwarten sollen. Die meisten Frauen reagierten im besten Falle angewiedert, oft genug auch feindlich auf sie. Und kaum eine war ihr dankbar wie die Brauerin, die ihr dafür, das Ursula und nicht sie die Schläge ihres Mannes einsteckte, so manches Gute tat. Schlecht gelaufen eben.

"Tja, ich geh dann wohl mal wieder." sagte sie und wollte sich erheben.

(Flo)


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03.02.2016 15:43
#14
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Kammerzofe Prinzessin Florabellas

"Nein nein! Bitte bleiben Sie. Und entschuldigen Sie bitte! Ich wollte Sie nicht kränken. Wirklich! Ich musste nur gerade an den Knugge in Unterhosen denken. Bitte verzeihen Sie, ja?" Jetzt musste Marieke ob des Gedankenbildes eher Lachen.

(Flo)


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03.02.2016 15:51
#15
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Erotikdienstleisterin

Ursula bemerkte Mariekes Stimmungswandel und hatte bei deren Erklärung ein sehr plastisches Bild vor sich. Und bei diesem musste sie Marieke völlig Recht geben. Es war lachhaft.

"Ohne sieht es noch schlimmer aus." sagte sie grinsend.

(Flo)


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